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Satzung

der CO.NET Verbrauchergenossenschaft eG
21706 Drochtersen

I. Name, Sitz, Zweck und Gegenstand der Genossenschaft

§ 1 Name und Sitz

(1) Der Name der Genossenschaft lautet: „CO.NET Verbrauchergenossenschaft eG“
(2) Der Sitz der Genossenschaft ist in Drochtersen. Sie wird ohne zeitliche Begrenzung gegründet.

§ 2 Zweck der Genossenschaft

(1) Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb.
(2) Gegenstand der Genossenschaft ist vorrangig im Verbund der Genossenschaft Preisvorteile im Einkauf von Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sowie Finanzdienstleistungen mit Partnerfirmen zu vereinbaren. Weiterhin ist Gegenstand der Genossenschaft die Planung, Entwicklung, Durchführung und Sicherung des Betriebs von ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Projekten und Dienstleistungen einschließlich der damit verbundenen Projektleitungs- und Steuerungsaufgaben. Die Genossenschaft kann den Grunderwerb, die Entwicklung, den Bau, die Vermietung, die Verpachtung und die Verwaltung von eigenen Wohn-und Gewerbeimmobilien betreiben. Die Genossenschaft unterstützt die Mitglieder bei Aus-, Fort-und Weiterbildung.
(3) Geschäfte mit Nichtmitgliedern sind zulässig.
(4) Die Genossenschaft darf Niederlassungen eröffnen und betreiben.
(5) Die Genossenschaft kann sich an anderen Unternehmen beteiligen.

II. Mitgliedschaft

§ 3 Mitglieder

Mitglieder können werden:
a) natürliche Personen,
b) Personenhandelsgesellschaften, Personengesellschaften sowie juristische Personen des privaten und des öffentlichen Rechts.

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft

Zum Erwerb der Mitgliedschaft bedarf es einer vom Bewerber zu unterzeichnenden unbedingten Beitrittserklärung und der Zulassung durch die Genossenschaft. Über die Zulassung beschließt der Vorstand.

§ 5 Eintrittsgeld

(1) Bei der Aufnahme in die Genossenschaft ist ein Eintrittsgeld zu zahlen. Die Höhe des Eintrittsgeldes beträgt bis 10.000,-Euro 10 %, ab 10.001,- Euro, fest 1.000,- Euro und wird den Kapitalrücklagen zugeführt.
(2) Das Eintrittsgeld ist zu erlassen: Dem Ehegatten und den minderjährigen bzw. lernenden/studierenden Kindern eines Mitgliedes sofern die 1.000,-Euro Eintrittsgeld bereits entrichtet worden.

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch
1. Kündigung, (§ 7)
2. Übertragung der Genossenschaftsanteile, (§ 8)
3. Tod, soweit die Mitgliedschaft nicht fortgesetzt wird, (§ 9)
4. Auflösung oder Erlöschen einer juristischen Person einer Personenhandelsgesellschaft oder einer Personengesellschaft, (§ 10)
5. Ausschluss. (§ 11)

§ 7 Kündigung der Mitgliedschaft

(1) Das Mitglied hat das Recht, durch Kündigung seinen Austritt aus der Genossenschaft, zu erklären.
(2) Die Kündigung findet zum Ende des Geschäftsjahres, in dem die Haltezeit von fünf Jahren erreicht ist, statt. Sie muss mindestens sechs Monate zuvor schriftlich erfolgen.
(3) Das Mitglied scheidet aus der Genossenschaft zu dem Jahresabschluss aus, zu dem die Kündigung fristgerecht erfolgt ist.
(4) Sollte das Mitglied nicht rechtzeitig gekündigt haben, verlängert sich die Haltezeit um ein weiteres Jahr.
(5) Eine vorzeitige Kündigung einer Beitrittserklärung durch das Mitglied zieht Kosten nach sich. Die Kosten werden dem Mitglied schriftlich mitgeteilt. Das Mitglied muss der Kostenrechnung schriftlich zustimmen.

§ 8 Übertragung des Geschäftsguthabens

(1) Ein Mitglied kann jederzeit sein Geschäftsguthaben durch schriftliche Vereinbarung ganz oder teilweise auf einen anderen übertragen und hierdurch seine Mitgliedschaft ohne Auseinandersetzung beenden oder die Zahl seiner Geschäftsanteile verringern, sofern der Erwerber an seiner Stelle Mitglied wird oder schon Mitglied ist. Die Übertragung des Geschäftsguthabens bedarf der Zustimmung des Vorstandes.
(2) Das Ausscheiden des sein Geschäftsguthaben ganz übertragenden Mitglieds oder die Herabsetzung der Zahl der Geschäftsanteile des sein Geschäftsguthaben teilweise übertragenden Mitglieds ist unverzüglich durch den Vorstand in der Mitgliederliste einzutragen. Das Mitglied ist hiervon unverzüglich zu unterrichten.
(3) Ist der Erwerber nicht Mitglied der Genossenschaft, so muss er die Mitgliedschaft erwerben. Ist der Erwerber bereits Mitglied so ist das an ihn veräußerte Geschäftsguthaben des übertragenden Mitglieds, im Fall der teilweisen Übertragung des Geschäftsguthabens jedoch nur der an ihn veräußerte Teil des Geschäftsguthabens, seinem Geschäftsguthaben zuzuschreiben.

§ 9 Fortsetzung der Mitgliedschaft durch Erben

Stirbt ein Mitglied, so wird dessen Mitgliedschaft durch seine Erben fortgesetzt. Sind mehrere Erben vorhanden und teilen diese nicht innerhalb von sechs Monaten nach dem Todesfall der Genossenschaft schriftlich mit, welchem von Ihnen die Mitgliedschaft allein überlassen worden ist, so endet diese mit dem Schluss des Geschäftsjahres, in dem die Frist abgelaufen ist. Mehrere Erben können bis zu diesem Zeitpunkt Erklärungen gegenüber der Genossenschaft nur durch einen gemeinschaftlichen Vertreter abgeben. Das gleiche gilt für die Ausübung des Stimmrechts in der Generalversammlung.
Der gemeinschaftliche Vertreter ist der Genossenschaft unverzüglich schriftlich zu benennen. Die Fortsetzung der Mitgliedschaft mit einem Erben, der nach seiner Person oder seinem Verhalten die Genossenschaft gem. § 11 zum Ausschluss berechtigen würde, ist ausgeschlossen.

§ 10 Beendigung der Mitgliedschaft durch Auflösung oder Erlöschen einer juristischen Person einer Personenhandelsgesellschaft oder Personengesellschaft

Wird eine juristische Person oder eine Personenhandelsgesellschaft oder Personengesellschaft aufgelöst oder erlischt sie, so endet die Mitgliedschaft mit dem Schluss des Geschäftsjahres, in dem die Auflösung oder das Erlöschen wirksam geworden ist. Führt die Auflösung oder das Erlöschen zu einer Gesamtrechtsnachfolge, so setzt der Gesamtrechtsnachfolger die Mitgliedschaft bis zum Ende des Geschäftsjahres fort.

§ 11 Ausschluss eines Mitgliedes

(1) Ein Mitglied kann aus der Genossenschaft zum Schluss eines Geschäftsjahres ausgeschlossen werden wenn:
a) es trotz schriftlicher Aufforderung unter Androhung des Ausschlusses den satzungsgemäßen oder sonstige der Genossenschaft gegenüber bestehenden Verpflichtungen nicht nachkommt. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Gefahr einer erheblichen Beeinträchtigung der Genossenschaft besteht
b) es durch ein genossenschaftswidriges Verhalten schuldhaft oder unzumutbar das Ansehen oder die wirtschaftlichen Belange der Genossenschaft oder ihrer Mitglieder schädigt oder zu schädigen versucht
c) über sein Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet oder ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchgeführt wird
d) wenn es unbekannt verzogen oder sein Aufenthalt länger als 6 Monate unbekannt ist
e) wenn die satzungsmäßigen Voraussetzungen für die Aufnahme in die Genossenschaft nicht vorhanden waren oder nicht mehr vorhanden sind.
(2) Der Ausschließungsbeschluss ist dem Ausgeschlossenen vom Vorstand unverzüglich durch eingeschriebenen Brief mitzuteilen. Von dem Zeitpunkt der Absendung desselben kann das Mitglied nicht mehr an der Generalversammlung teilnehmen.
(3) Der Ausgeschlossene kann innerhalb eines Monats nach Eingang des Ausschließungsbeschlusses durch einen an den Vorstand gerichteten eingeschriebenen Brief gegen den Ausschluss Berufung einlegen. Über die Berufung entscheidet der Aufsichtsrat.
(4) In dem Verfahren vor dem Aufsichtsrat müssen die Beteiligten, Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten. Der Aufsichtsrat entscheidet mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Beschluss ist den Beteiligten mitzuteilen.

§ 12 Auseinandersetzung

(1) Für das Auseinandersetzungsguthaben gilt das Genossenschaftsgesetz.
(2) Ansprüche auf Auszahlung von Auseinandersetzungsguthaben verjähren nach zwei Jahren ab Fälligkeit. Die Beträge werden den Rücklagen zugeführt.
(3) Beim Auseinandersetzungsguthaben werden Verlustvorträge anteilig abgezogen.

III. Rechte und Pflichten der Mitglieder

§ 13 Rechte der Mitglieder

(1) Alle Mitglieder haben gleiche Rechte. Sie üben ihre Rechte in Angelegenheiten der Genossenschaft durch Beschlussfassung in der Mitgliederversammlung aus.

§ 14 Pflichten der Mitglieder

(1) Alle Mitglieder haben gleiche Pflichten. Aus der Mitgliedschaft ergibt sich die Verpflichtung zur Aufbringung der von der Genossenschaft zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigten Eigenmittel beizutragen durch:
a) Kauf von Genossenschaftsanteilen nach Maßgabe des § 15 und fristgemäße Zahlungen hierauf
b) Zahlung des Eintrittsgeldes (§ 5)
c) Mitteilung der Anschrift und E-Mail-Adresse. Sollte sich bei einem Mitglied die Anschrift, der Name, die Bankverbindung, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer ändern so hat das Mitglied die Pflicht diese Änderungen der Genossenschaft schriftlich mitzuteilen, ggf. durch einen amtlichen Nachweis zu belegen. (Nicht erreichbare Mitglieder können ausgeschlossen werden.)

IV. Geschäftsanteil und Geschäftsguthaben sowie Nachschusspflicht

§ 15 Geschäftsanteil und Geschäftsguthaben

(1) Der Geschäftsanteil beträgt: 500,00 Euro.
(2) Jedes Mitglied ist verpflichtet, mindestens vier Genossenschaftsanteile zu erwerben.
(3) Der Betrag ist umgehend nach dem Erwerb einzuzahlen.
(4) Über die Genossenschaftsanteile gemäß Abs. 2 und 3 hinaus können die Mitglieder weitere Anteile erwerben, wenn die vorhergehenden Anteile voll eingezahlt sind und der Vorstand den Erwerb zugelassen hat. Sie sind beim Erwerb voll einzuzahlen. Ein monatlicher Kauf ist im „§ 29 Monatlicher Kauf“ geregelt.
(5) Die Höchstzahl der zu erwerbenden Genossenschaftsanteile ist nicht begrenzt.
(6) Die auf Genossenschaftsanteile geleisteten Einzahlungen zuzüglich sonstiger Gutschriften und abzüglich zur Verlustdeckung abgeschriebener Beträge bilden das Geschäftsguthaben eines Mitglieds.
(7) Das Geschäftsguthaben wird, solange ein Mitglied nicht ausgeschieden ist, von der Genossenschaft nicht ausgezahlt, nicht aufgerechnet oder im geschäftlichen Betrieb der Genossenschaft als Sicherheit verwendet. Eine geschuldete Einzahlung wird nicht erlassen; gegen diese kann das Mitglied nicht aufrechnen.
(8) Die Abtretung und Verpfändung des Geschäftsguthabens an Dritte ist ausgeschlossen und der Genossenschaft gegenüber unwirksam. Eine Aufrechnung des Geschäftsguthabens durch das Mitglied gegen seine Verbindlichkeiten gegenüber der Genossenschaft ist nicht gestattet.

§ 16 Nachschusspflicht

Die Mitglieder haben auch im Falle der Insolvenz bzw. der Gesamtvollstreckung keine Nachschüsse zu leisten.

V. Organe der Genossenschaft

§ 17 Organe

(1) Die Genossenschaft hat als Organe den Vorstand, den Aufsichtsrat, die Generalversammlung.
(2) Die Organe der Genossenschaft sind verpflichtet, die Kosten des Geschäftsbetriebes nach den Grundsätzen einer Ordnungsgemäßen Geschäftsführung leistungsbezogen auszurichten.
(3) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates dürfen in Angelegenheiten der Genossenschaft ein für sie gewinnbringende Tätigkeit nur ausüben, wenn Vorstand und Aufsichtsrat dies beschlossen haben.

§ 18 Vorstand

(1) Der Vorstand besteht mindestens aus zwei Personen. Sie müssen Mitglied der Genossenschaft sein. Der Vorstand kann auch schriftlich, telefonisch und auf elektronischem Wege Beschlüsse fassen. Die Mitglieder des Vorstands sind allein zeichnungsberechtigt.
(2) Die Vorschriften über die Erteilung von Prokura und sonstigen Vollmachten bleiben unberührt (rechtsgeschäftliche Vertretung). Näheres regelt die Geschäftsordnung für den Vorstand.
(3) Dienstverträge mit Vorstandsmitgliedern werden vom Aufsichtsrat im Rahmen der Richtlinien der Mitgliederversammlung abgeschlossen.
(4) Der Vorstand bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrates für Geschäftsordnungsbeschlüsse und für Geschäfte, deren Wert 1.000.000 Euro übersteigt (bei wiederkehrenden Leistungen berechnet für die Frist der Vertragsbeendigung). Der Vorstand bedarf neben der Zustimmung des Aufsichtsrates ferner der Zustimmung der Mitgliederversammlung für Geschäftsordnungsbeschlüsse und für Geschäfte, deren Wert 5.000.000 Euro übersteigt (bei wiederkehrenden Leistungen berechnet für die Frist der Vertragsbeendigung). Die Zustimmung kann für gleichartige Geschäfte generell erteilt werden.
(5) Grundstücksgeschäfte jeglicher Art sowie die Beleihung von Grundstücken oder deren Verpfändung sind nur mit Zustimmung des Aufsichtsrates möglich.

§ 19 Aufsichtsrat

(1) Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrates müssen persönlich Mitglied der Genossenschaft sein. Der Aufsichtsrat hat stets eine ungerade Zahl von Mitgliedern. Er wird einzeln vertreten vom Vorsitzenden oder dessen Stellvertreter.
(2) Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt. Der Aufsichtsrat kann schriftlich, telefonisch und auf elektronischem Wege Beschlüsse fassen, wenn kein Aufsichtsratsmitglied der Beschlussfassung widerspricht.
(3) Der Aufsichtsrat überwacht die Leitung der Genossenschaft gemäß Genossenschaftsgesetz. In dringenden Fällen bestellt er Mitglieder des Vorstandes bis zur nächsten Mitgliederversammlung.
(4) Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstandes und bestimmt ihre Amtszeit.

§ 20 Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung wird durch unmittelbare Benachrichtigung sämtlicher Mitglieder einberufen. Die Einladung muss mindestens 14 Kalendertage vor der Mitgliederversammlung den Mitgliedern bekannt gegeben werden. Ergänzungen und Änderungen der Tagesordnung müssen spätestens fünf Kalendertage vor der Mitgliederversammlung den Mitgliedern bekannt gegeben werden. Die Information der Mitglieder kann per Post, per Fax oder auf elektronischem Wege erfolgen.
(2) Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.
(3) Jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Anzahl der übernommenen Geschäftsanteile.
(4) Die Versammlungsleitung hat der Vorstand inne.
(5) Die Mitgliederversammlung beschließt eine Geschäftsordnung. Darin kann eine virtuelle Mitgliederversammlung zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung vorgesehen werden. Eine virtuelle Mitgliederversammlung ist zulässig.
(6) Beschlüsse werden gem. § 47 GenG protokolliert.
(7) Die Mitgliederversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrates und bestimmt ihre Amtszeit.

VI. Rechnungslegung

§ 21 Geschäftsjahr und Aufstellung des Jahresabschlusses

a) Das Geschäftsjahr läuft vom 01.01. bis zum 31.12. Das erste Geschäftsjahr läuft vom Tage der Eintragung der Genossenschaft bis zum 31.12. Der Vorstand hat dafür zu sorgen, dass das Rechnungswesen und die Betriebsorganisation die Erfüllung der Aufgaben der Genossenschaft gewährleisten.
b) Der Vorstand hat nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres einen Jahresabschluss (Bilanz und Gewinn-und Verlustrechnung und einen Anhang) aufzustellen. Der Jahresabschluss muss den gesetzlichen Vorschriften über die Bewertung sowie den gesetzlichen Vorschriften über die Gliederung der Bilanz sowie Gewinn und Verlustrechnung entsprechen.

VII. Rücklagen und Genossenschaftliche Ausschüttungen

§ 22 Rücklagen

(1) Es ist eine gesetzliche Rücklage zu bilden. Sie ist ausschließlich zur Deckung eines sich aus der Bilanz ergebenden Verlustes bestimmt.
(2) Der gesetzlichen Rücklage sind mindestens 10 % des Jahresüberschusses zuzüglich eines eventuellen Gewinnvortrages bzw. abzüglich eines eventuellen Verlustvortrages zuzuführen solange die gesetzliche Rücklage 25 % der Bilanzsumme nicht erreicht hat.
(3) Über die Verwendung verbleibender Überschüsse beschließt die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit auf gemeinsamen Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat.

§ 23 Genossenschaftliche Ausschüttung

(1) Die Mitglieder haben Anspruch auf die vom Vorstand beschlossene Genossenschaftliche Ausschüttung.
(2) Bei Genossenschaftliche Ausschüttung besteht die Möglichkeit, diese in 1/10 Genossenschaftsanteilen auszugeben (50,-Euro). Zehn 1/10 Anteile, können in ein Anteil (500,- Euro) gewandelt werden (nur im Einmalkauf).
(3) Restbeträge, die nicht als 1/10 Genossenschaftsanteile ausgegeben werden können, werden dem Anteilskonto des Mitglieds gutgeschrieben.
(4) Im Einmalkauf besteht für das Mitglied die Möglichkeit sich die Genossenschaftlichen Ausschüttungen entweder auszahlen zu lassen oder auch weitere Anteile zu erwerben. Diese Wahlmöglichkeit wird dem Mitglied in jedem Jahr eingeräumt.

VIII. Bekanntmachungen

§ 24 Bekanntmachungen

Bekanntmachungen werden unter der Firma der Genossenschaft im Stader Tagesblatt, im Hamburger Abendblatt, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung oder auf dem elektronischen Weg über das Mitgliederportal veröffentlicht.

IX. Prüfung der Genossenschaft, Prüfungsverband, Gerichtsstand

§ 25 Prüfung

(1) Zwecks Feststellung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sind die Einrichtungen, die Vermögenslage sowie die Geschäftsführung der Genossenschaft einschließlich der Führung der Mitgliederliste in jedem Geschäftsjahr zu prüfen.
(2) Die Genossenschaft wird von dem Prüfungsverband geprüft, dem sie angehört.
(3) Der Vorstand der Genossenschaft ist verpflichtet, die Prüfung sorgfältig vorzubereiten. Er hat den Prüfern alle Unterlagen und geforderten Aufklärungen zu geben, die für die Durchführung der Prüfung benötigt werden.
(4) Der Vorstand der Genossenschaft hat dem Prüfungsverband den Jahresabschluss und den Lagebericht unverzüglich mit den Bemerkungen des Aufsichtsrates sowie dessen Bericht einzureichen.
(5) Über das Ergebnis der Prüfung haben Vorstand und Aufsichtsrat in gemeinsamer Sitzung unverzüglich nach Eingang das Prüfungsberichtes zu beraten. Der Prüfungsverband ist berechtigt, an der Sitzung teilzunehmen. Die Organe der Genossenschaft sind verpflichtet, den Beanstandungen und Auflagen des Prüfungsverbandes nachzukommen.

§ 26 Prüfungsverband

DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- und Prüfungsverband e.V.

§ 27 Gerichtsstand

Gerichtsstand für alle Streitigkeiten zwischen dem Mitglied und der Genossenschaft aus dem Mitgliedschaftsverhältnis ist das Amtsgericht oder das Landgericht, das für den Sitz der Genossenschaft zuständig ist.

X. Sonderauszahlung bei finanzieller Not

§ 28 Sonderregelung bei finanzieller Not von Mitgliedern

(Hinweis: § 28 findet KEINE Anwendung im § 29 „monatlicher Kauf“und im § 30 „monatlichen Anteilskauf“)

Eine vorzeitige Sonderauszahlung des gezeichneten Kapitals kann unter bestimmten Umständen gewährt werden. Grundvoraussetzung dafür ist eine 12-monatige CO.NET-Mitgliedschaft. Zusätzlich müssen eine oder mehrere der folgenden Bedingungen erfüllt sein:
1. Schwere Erkrankung, die z. B. die Erwerbstätigkeit zu mindestens 50 % mindert oder die nachweislich hohe Kosten (z. B. Umbau der Wohnung, Einstellung von externen Pflegekräften o. ä.) verursacht. Entsprechende Nachweise wie ärztliche Atteste/Gutachten müssen erbracht werden.
2. Eintritt in Hartz IV/Abhängigkeit von staatl. Transferleistungen. Nachweis durch entsprechende behördliche Schreiben.

XI. Der monatliche Kauf und der monatliche Anteilskauf

§ 29 Monatlicher Kauf

Aufsichtsrat und Vorstand der CO.NET Verbrauchergenossenschaft eG haben einstimmig beschlossen, den monatlichen Kauf zuzulassen.
1. Der monatliche Kauf ist bereits ab 25,- Euro im Monat realisierbar.
2. Die geringste Ansparzeit beträgt 15 Jahre.
3. Die maximale Ansparzeit beträgt 30 Jahre oder das Erreichen des Renteneintrittsalters.
4. Andere Ansparzeiten können vom Vorstand individuell angenommen werden.
5. Eine Erstzahlung auf die Zielsparsumme (Beitrag x Monate x Jahre) i.H.v. 15 % wird umgehend fällig und ist vom Mitglied zu entrichten.
6. Die Kosten belaufen sich auf 10 % oder max. 1.000,-Euro des Erstzahlungsbetrages.
7. Die Kosten werden am Ende der Ansparzeit vom Gesamtauszahlungskapital einbehalten.
8. Vorzeitiger Zugriff auf die Erstzahlung besteht bereits nach 10 Jahren und muss zum Ende des 10 Jahres mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden.
9. Eventuelle Rücklastschriftkosten werden Ihrem Mitgliedskonto belastet.
10. Sollten wir, aus welchen Gründen auch immer, den Einzug der monatlichen Kaufbeträge nicht realisieren können, behalten wir uns das Recht zur vorzeitigen Beendigung der Mitgliedschaft vor. Entsprechende Kosten werden Ihrem Mitgliedskonto belastet.
11. Der monatliche Kauf muss zum Ende der Laufzeit mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten gekündigt werden.
12. Sollte eine Kündigung uns nicht fristgerecht erreicht haben, verlängert sich die Haltezeit um ein weiteres Jahr.
13. Zeiten an denen Sie Ihren monatlichen Kauf nicht bedienen können werden an das Ende der Ansparzeit gehängt und verlängern dadurch Ihre Ansparzeit.
14. Ein Stimmrecht erhalten Sie erst bei einem Kontostand von 2.000,-Euro.
15. Genossenschaftliche Ausschüttungen werden Ihrem Mitgliedskonto gutgeschrieben und können nicht wie im Einmalkauf ausgezahlt werden.
16. Mitglieder die einen monatlichen Kauf gewählt haben erhalten keine Genossenschaftsanteile. Das Mitglied erhält eine Art „Sparbrief“. Eine Kontostandsmitteilung erfolgt jährlich.
17. Der „Monatliche Kauf“ kann nur in der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossen werden. Ein Abschluss außerhalb der Bundesrepublik Deutschland ist nicht möglich.

§ 30 Monatlicher Anteilskauf

Aufsichtsrat und Vorstand der CO.NET Verbrauchergenossenschaft eG haben einstimmig beschlossen, den monatlichen Anteilskauf zuzulassen.
1. Der monatliche Anteilskauf ist in 1/10 Anteilen realisierbar. (50,- , 100,- 150,- Euro, etc.)
2. Die geringste Ansparzeit beträgt 10 Jahre.
3. Die maximale Ansparzeit beträgt 30 Jahre oder das Erreichen des Renteneintrittsalters.
4. Andere Ansparzeiten können vom Vorstand individuell angenommen werden.
5. Die Kosten belaufen sich auf 10 % oder max. 1.000,-Euro der Anteilskäufe über die gesamte Laufzeit.
6. Die Kosten werden am Ende der Ansparzeit vom Gesamtauszahlungskapital einbehalten.
7. Eventuelle Rücklastschriftkosten werden Ihrem Mitgliedskonto belastet.
8. Sollte die CO.NET Verbrauchergenossenschaft eG, den Einzug der monatlichen Kaufbeträge nicht realisieren können, behalten wir uns das Recht zur vorzeitigen Beendigung der Mitgliedschaft vor. Entsprechende Kosten werden Ihrem Mitgliedskonto belastet.
9. Der monatliche Anteilskauf muss zum Ende der Laufzeit mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten gekündigt werden.
10. Sollte eine Kündigung uns nicht fristgerecht erreicht haben, verlängert sich die Haltezeit um ein weiteres Jahr.
11. Zeiten an denen Sie Ihren monatlichen Anteilskauf nicht bedienen können werden an das Ende der Ansparzeit gehängt und verlängern dadurch Ihre Ansparzeit.
12. Ein Stimmrecht erhalten Sie erst bei einem Kontostand von 2.000,-Euro.
13. Genossenschaftliche Ausschüttungen werden Ihrem Mitgliedskonto gutgeschrieben und können nicht wie im Einmalkauf ausgezahlt werden.
14. Mitglieder die einen monatlichen Anteilskauf gewählt haben erhalten keine Genossenschaftsanteile. Eine Kontostandsmitteilung erfolgt jährlich.
15. Der „monatliche Anteilskauf“ kann nur in der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossen werden. Ein Abschluss außerhalb der Bundesrepublik Deutschland ist nicht möglich.

 

Drochtersen, den 26. Mai 2016

Unterschrift-Aufsichtsrat und Vorstand
gezeichnet
Der Aufsichtsrat
Der Vorstand

Unsere Satzung als Download

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